Hungersnot

Wenn der Regen ausbleibt: Der stille Kampf gegen den Hunger

In den ländlichen Regionen Burkina Fasos hängt das Überleben am seidenen Faden der kurzen Regenzeit. Bleibt sie aus, bricht die Selbstversorgung der einfachen Bauernfamilien zusammen – eine Katastrophe, von der die Weltöffentlichkeit oft nichts erfährt. Wir berichten von der harten Realität bei über 45 Grad Hitze, von Jahren, in denen nur noch jeden zweiten Tag gegessen wird, und davon, wie unsere Nothilfe – dank Ihrer Spenden – ganze Dorfgemeinschaften vor dem Verhungern gerettet hat.

Überleben am Limit: Die Realität der Hungersnöte auf dem Land

Wir leben alle auf der gleichen Welt, doch die Realitäten könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf dem Land in Burkina Faso führen die einfachen Bauernfamilien ein Leben am absoluten Existenzminimum. Da 80 bis 90 % der Bevölkerung in der Region Korsimoro von der Selbstversorgung leben, trifft sie jede Veränderung hart. Ihr Besitz beschränkt sich oft auf einige Hühner, Ziegen oder vielleicht ein, zwei Esel. Auf dem kargen Ackerland wächst praktisch nur Hirse – die absolute Grundlage ihrer Ernährung.

Der ständige Wettlauf gegen die Natur 
Das Leben hier ist ein ständiger Wettlauf gegen die Natur. Es gibt nur eine kurze Regenzeit von zwei bis drei Monaten zwischen Juli und Oktober. Den Rest des Jahres herrscht extreme Trockenheit mit Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius. Zwar könnte um die wenigen Regenrückhaltebecken herum gepflanzt werden, aber das macht nur wenige Prozent der Nahrungssicherheit aus, da es noch viel zu wenige solcher Seen gibt. Eigentlich hätten die Seen das ganze Jahr Wasser, aber wenn es nicht regnet, dann trocknen sie aus und die Fische verenden.

Die stille Katastrophe: Wenn die Ernte ausfällt 
Das fragile Gleichgewicht der Selbstversorgung bricht zusammen, wenn der Regen in manchen Jahren praktisch ganz ausbleibt oder sehr schlecht ausfällt – wie beispielsweise in der Saison 2017. Der karge Boden bleibt trocken, die Hirse wächst kaum, und es kommt zu enormen Ernteausfällen.

Während man bei uns in den Medien oft nichts davon hört, beginnt vor Ort ein brutaler Kampf ums Überleben. Die Vorräte gehen zur Neige. Die Menschen hungern und essen oft nur noch jeden zweiten oder dritten Tag eine kleine Portion Hirsebrei. Die Sterblichkeit schnellt in die Höhe; oft überleben nur die Stärksten diese Phasen der extremen Not. Ab März bis Oktober wird die Situation jeweils am prekärsten, und die Preise für Nahrungsmittel auf den Märkten explodieren.

Unsere Strategie: Vorausschauendes Handeln Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Wenn immer wir Geld finden, kaufen wir Nahrungsmittel. Unsere Strategie ist es, dann kräftig einzukaufen, wenn die Preise für Grundnahrungsmittel noch erschwinglich sind. In unserem eigenen Vorratsspeicher können wir diese sicher lagern.

Unsere Partner vor Ort, Jean und Martin, organisieren dann die Verteilung. Die Nahrungsmittel werden in der Notzeit an die Ärmeren abgegeben – gratis oder gegen ein kleines Entgelt. Diese Beschaffung und Lagerung ist eine riesige Aufgabe, zumal die Strassen schlecht sind keiner unserer Partner damals ein Auto besass. Die "gerechte" Verteilung ist dann die nächste grosse Herausforderung.

Rückblick und Dankbarkeit 
Wir erinnern uns noch gut an die grosse Dürre um das Jahr 2015. Dank unserer direkten Kontakte hörten wir sofort von der aufkommenden Notlage. Wir handelten schnell und setzten praktisch das gesamte verfügbare Geld des Vereins ein, um Notnahrung zu kaufen und zu verteilen.

Wie lebenswichtig diese Hilfe war, zeigte sich ein Jahr später, als Beno Kehl die Region besuchte. In einer überwältigenden Geste der Dankbarkeit schenkten ihm Menschen, die selbst fast nichts haben, Hühner und Ziegen – ein unvorstellbar wertvolles Geschenk. Sie sagten ihm, dass sie diese Dürre ohne unsere schnelle Hilfe kaum überlebt hätten.

Unsere Verpflichtung 
In Afrika ist der Mangel riesig, und es wird leider immer solche geben, die leer ausgehen. Trotzdem machen wir, was wir können. Diese Erlebnisse zeigen uns: Wir können nicht allen Menschen auf der Welt helfen. Aber wir können wenigstens denen helfen, deren Stimme wir hören und zu denen wir eine Verbindung haben.

Wir danken Ihnen von Herzen für die verschiedenen Spenden, die es uns ermöglichen, in solchen Notsituationen schnell und unbürokratisch Leben zu retten.

Unsere Projekte und ihre Wirkung

Bild zeigt die Mitte des Regenrückhaltebeckens, welches komplet ausgetrocknet war.

Mehrere Tonnen Reis und hunderte Liter von Öl wurden verteilt

Mit alten Lastwagen konnten die Lebensmittel in unsere Speicher gebracht werden, von dort wurden sie weiterverteilt

Burkina Faso 

  • Burkina Faso liegt in Westafrika früher hies das Land Obervolta.
  • Es hat ca 60 verschiedene Sprachen 3/1 Christen 1/3 Muslime 1/3 Animisten
  • Das Land gilt als Land des Friedens
  • Brukinabe heisst, das Land der aufrechten Menschen.
  • Korsimoro und Basqudre sind unsere zwei Ortschaften, wo unser Hauptengagement ist.
  • Das Bild zeigt: Jean, Martin, Rasmatha und Beno Kehl. Sie sind wichtige Personen, wenn es um die Projekte geht. 

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